Europäische Ingenieurkammern gründen EU-Dachverband - Dr. Schwinn zum Vizepräsidenten gewählt

Am 26.09.2003 gründeten die Ingenieurkammern von zehn europäischen Staaten in Wien den Europäischen Rat der Ingenieurkammern Europas (European Council of Engineers Chambers, ECEC). Gründungsmitglieder des ECEC sind: Italien, Österreich, Deutschland, Tschechien, Kroatien, Slowenien, Slowakei, Montenegro, Polen, Rumänien. Interesse an einer Mitgliedschaft haben außerdem Litauen, Spanien, Portugal, Griechenland signalisiert.

Kernaufgabe des neu gegründeten ECEC ist die berufsständische Vertretung der Ingenieurkammern Europas bzw. deren Mitglieder bei den EU-Institutionen. Zum Präsidenten des ECEC wurde Dipl.-Ing. Rudolf Kolbe, Bundessektionsvorsitzender der österreichischen Bundeskammer der Architekten- und Ingenieurkonsulenten gewählt. Zu Vizepräsidenten des ECEC wurden der Präsident der Bundesingenieurkammer und der Hamburgischen Ingenieurkammer - Bau, Dr.-Ing. Karl Heinrich Schwinn, sowie Mirko Oreskovic von der Kroatischen Ingenieurkammer gewählt. Generalsekretär wurde Alcide Gava aus Italien.

Die Gründungsdokumente wurden in einer feierlichen Zeremonie im Wiener Palais Daun-Kinsky unterzeichnet. An der Gründungsveranstaltung nahmen mehrere Vertreter des Europäischen Parlaments teil. Diese begrüßten es insbesondere, dass mehrere ECEC-Gründungsmitglieder aus den EU-Beitrittsstaaten kommen, da dieser Tatsache auf europäischer Ebene besonderer Wert beigemessen wird.

Mit Gründung des ECEC sind die in der Bundesingenieurkammer zusammengeschlossenen Ingenieurkammern der 16 deutschen Bundesländer erstmals mit einem eigenen Europäischen Dachverband in Brüssel vertreten. Bereits im Jahre 2000 hatte die Bundesingenieurkammer-Versammlung beschlossen, dass sich die Bundesingenieurkammer in einer Europäischen Dachorganisation der Ingenieurkammern zusammenschließen sollte. Die nachfolgenden europäischen Ingenieurforen in Budapest 2000 und Dubrovnik 2002 haben den Weg zum nunmehr gegründeten ECEC geebnet.

Der ECEC wird seinen Einstand auf EU-Ebene im Rahmen einer Konferenz zum Thema "Deregulierung der Freien Berufe" geben, zu der EU-Wettbewerbskommissar Monti eingeladen hat.