"Konstrukteur des Fortschritts: William Lindley in Hamburg und Europa (1808 -1900)"
Internationales wissenschaftliches Kolloquium aus Anlass des 200. Geburtstags von William Lindley im hamburgmuseum am 03. und 04. Oktober 2008

Die HCU, die Hamburgische Ingenieurkammer - Bau und die Hamburgische Architektenkammer veranstalten zum 200. Geburtstag des bedeutenden Ingenieurs William Lindley ein internationales Kolloquium im hamburgmuseum, zum Beginn der dort stattfindenden Ausstellung.

Nach dem Großen Brand 1842 revolutionierte Lindley die Infrastruktur Hamburgs und prägte die weitere Stadtentwicklung entscheidend mit. Das Kolloquium thematisiert - ausgehend von Lindleys Ideen - seine vielfältigen Projekte und Bauten, deren Entstehungsgeschichte und Erhaltung sowie die aktuellen Probleme der Infrastrukturversorgung.

William Lindley, der bislang kaum gewürdigt wurde, ist für die Stadt Hamburg von herausragender Bedeutung. Der englische Ingenieur initiierte und plante um die Mitte des 19. Jahrhunderts für Hamburg ein umfangreiches Spektrum von Bauaufgaben im Hoch- und Tiefbau und an technischen Neuerungen von der Eisenbahn bis zum Brückenbau. Von größter Bedeutung weit über Hamburg hinaus waren zudem Lindleys innovative technische Maßnahmen zum Aufbau einer kommunalen Wasserversorgung und Kanalisation. Das Kolloquium thematisiert Lindley aber auch als gestaltenden Städteplaner und weitsichtigen Sozialreformer im Spannungsfeld zwischen Privatwirtschaft und Stadtverwaltungen.

Angeregt vom hohen Innovationspotential und der Zukunftsfähigkeit der Vorhaben William Lindleys soll die Tagung ein lebendiges Forum für den wissenschaftlichen Austausch sein und Vorschläge erarbeiten für die drängenden Probleme der Erhaltung überlieferter und die Entwicklung neuer Infrastrukturen, insbesondere im Hinblick auf die Trinkwasserversorgung.

Die Ausstellung "Konstrukteur des Fortschritts William Lindley in Hamburg und Europa (1808- 1900)" wird vom 01. Oktober 2008 bis zum 11. Januar 2009 im hamburgmuseum Stiftung Historische Museen Hamburg, Holstenwall 24, 20355 Hamburg, Tel. (040) 428132-2380, E-Mail: info@hamburgmuseum.de, Internet: www.hamburgmuseum.de gezeigt.

Das detaillierte Programm des Kolloquiums kann hier heruntergeladen werden.