Thematischer Schwerpunkt der vom Bundesverband Feuchte und Altbausanierung ausgerichtete
Jubiläumsveranstaltung ist das Kernthema des Vereins, das sich auch in seinem Namen wieder findet:
die Feuchte und Altbausanierung.
Auf Grund der demographischen Entwicklung sowie der öffentlich geförderten Aufwertung des vorhandenen
Gebäudebestandes machen Baumaßnahmen im Bestand einen immer größer werdenden Anteil des Gesamtumsatzes des
Baugewerbes aus. Die richtige Diagnostik und nachhaltige Sanierung von durch Feuchtigkeit und Salzbelastungen
entstandenen Schäden stellt dabei nach wie vor eine große Herausforderung dar. Ziel der 20. Hanseatischen
Sanierungstage ist es, insbesondere im Bereich der Bauwerksabdichtung den aktuellen Stand von Forschung und
Baupraxis sowie die entsprechenden Qualitätsstandards zu vermitteln.
Die dreitägige Veranstaltung gliedert sich in 9 Sektionen und startet am Donnerstag-mittag mit einer
Vielzahl von Vorträgen zu den Schwerpunkten Injektionsmittelanwendungen und Mauersalze. So gibt Prof. Dr. H.
Venzmer, Wismar, in seinem Vortrag "Verschiedene Merkblätter zur Injektionsmittelanwendung" einen Überblick
über die mehrjährige Arbeit der BuFAS-Arbeitsgruppe. In Sektion 2 erläutert Dr. H.-W. Zier aus Weimar
"Maßnahmen zur Salzreduktion in Mauerwerksfugen historischer Gebäude mit Schmaltextilien."
In der ersten Sektion am Freitagmorgen referieren unter anderem Prof. Dr. R. Oswald über "Grundlagen der
Bauwerksabdichtung" und Prof. Dr. A. Rohatsch über "Beschichtungssysteme auf Natursteinoberflächen -
Möglichkeiten und Grenzen ". Anschließend folgen jeweils eine Sektion zu den Schwerpunkten Holz- bzw.
Brandschutz. Dazwischen findet die feierliche Verleihung der Dahlberg-Medaille statt, einem Nachwuchs-Innovationspreis
für Arbeiten auf dem Gebiet der Bauwerkserhaltung, der alljährlich vom Beuth Verlag Berlin, dem Bundesverband
Feuchte & Altbausanierung e.V. sowie dem Dahlberg-Institut Wismar ausgelobt wird. In der Sektion Holzschutz
berichten die Referenten u. a. über Tauwasserausfall an der Holzkonstruktion von Eissporthallen (Prof. Dr. H.
Marquardt, Buxtehude), die Vielfalt von Pilzen im Gebäuden (Dr. T. Huckfeldt, Hamburg) und die Beschichtung von
Fenstern im Bestand (Dr. J.-T. Hein, Mönchengladbach). Beim Thema Brandschutz geht es sowohl um die Beurteilung
bestehender Bauteile (Dr. G. Geburtig, Weimar) als auch um die Erstellung von Konzepten für Museen
(Dipl.-Ing. E. Arnhold, Weimar). Die letzte Sektion am Freitag ist dem vielschichtigen Thema Nachhaltigkeit
gewidmet. Während Prof. A.C. Rahn, Berlin, die Preispolitik bei der Auftragsvergabe beleuchtet, erläutert
Dipl.-Ing. D. Selk, Kiel, Kosten-Nutzen Analysen bei der Gebäudemodernisierung mit Verblendmauerwerk.
Der Samstagvormittag ist der Vorstellung neuer Produkte und Anwendungstechnik gewidmet. Zahlreiche Vertreter
aus der Baupraxis nutzen die Gelegenheit, ihre neuen Produkte in Kurzvorträgen zu präsentieren und stellen sich
in der anschließenden Podiumsdiskussion den Fragen des Auditoriums.
Schlusspunkt der Veranstaltung bildet eine Führung durch das Neue Museum in Berlin, die von Prof. A. C.
Rahn geleitet wird.
Das komplette Programm, Tagungsgebühren und Anmeldeformular sind unter www.bufas-ev.de abrufbar.
Veranstalter: Bundesverband Feuchte & Altbausanierung e. V.