Als Beitrag zum Hamburger Architektursommer 2009 hat die Hamburgische Ingenieurkammer - Bau in Zusammenarbeit mit dem Museum der Arbeit eine in dieser Form bisher einmalige Ausstellung über Brücken in Hamburg konzipiert.
In Hamburg gibt es zwischen Alster und Elbe mehr als 2500 Brücken. Damit zählt die Stadt zu Europas Spitzenreitern - noch vor Metropolen wie London, Berlin oder Kopenhagen. Zu den bekanntesten Brücken, im so genannten "Venedig des Nordens", gehören die Elbbrücken im Hafen oder die Lombardsbrücke zwischen Binnen- und Außenalster. Die Ausstellung im Museum der Arbeit startet im Jahr 1842 nach dem "Großen Brand" und stellt die wichtigsten und schönsten Brücken und ihre Bauweisen vor. Bis 1945 entstanden in Hamburg mehr als 1.000 Straßen-, Hafen- und Eisenbahnbrücken, die die Modernisierung der Stadt vorantrieben und die neuen Wohnviertel außerhalb der Innenstadt mit Hafen und Stadtkern verbanden.
Die Ausstellung präsentiert Entwurfszeichnungen von Brücken und historische Fotografien von der Jahrhundertwende. Die technische Zeichnung der Elbrücken ist ein Highlight der Ausstellung. Auf einem Satellitenbild werden sämtliche 2.500 Brücken im Stadtgebiet angezeigt. Exemplarisch werden verschiedene für Hamburg charakteristische Brückentypen vorgestellt und ihre Besonderheiten - "Solidität, Zweckmäßigkeit, Schönheit" - erläutert. Besucher können den Bau und die Konstruktionen der Brücken an Modellen nachvollziehen und anschließend in der Werkstatt selber nachbauen.
Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog:
Sven Bardua
Brückenmetropole Hamburg. Baukunst - Technik - Geschichte bis 1945
Dölling und Galitz Verlag
24,80 Euro
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Südliche Strompfeiler mit Arbeitsgerüst, 1915, Konvolut Herzog-Wyss, Museum der Arbeit |
Autos und ein Radfahrer fahren über die Norderelbbrücken. Foto Germin, 1950, Museum der Arbeit |