Erster Schritt zum Ingenieurbaukunst Museum in Berlin

Auftaktveranstaltung in der Akademie der Künste Berlin

Am Donnerstag, den 28.05.2009 fand die Auftaktveranstaltung des neu gegründeten INGENIEUR BAUKUNST Vereins statt. Die Veranstaltung fand mit hochgradig besetzten Rednern und einer interessanten Podiumsdiskussion in der Akademie der Künste am Pariser Platz in Berlin statt.

Vor rund 180 begeisterten Zuhörern startete die Auftaktveranstaltung mit einem Vortrag von Neill Thomas vom Büro atelier one aus London. Was ist ein Ingenieur? Was kann er alles? - Darum ging es im ersten Vortrag. Neill Thomas fesselte die Zuhörer und zeigte, dass ein Ingenieur mehr kann und ist als ein Statiker. Dabei verbreitete er die Magie der Ingenieurbaukunst in der Akademie der Künste.

Anschließend verdeutlichte Juan Sobrino vom Büro pedelta aus Barcelona, wie vielfältig die Ingenieurbaukunst sein kann. Anhand eigener Projekte spannte er den Bogen von Spanien bis nach Südamerika. Ungewöhnliche und künstlerisch in die Landschaft eingebettete Brücken zeigten, dass Ingenieure eine eigene gestalterische Sprache entwickeln können. Juan Sobrino zeigte Ingenieurbaukunst par excellence.

Im dritten Vortrag des Abends wurden vom Direktor des Deutschen Architekturmuseums (DAM) in Frankfurt, Peter Cachola Schmal Wege und mögliche Etappen zu einem Deutschen Ingenieurbaukunst Museum dargestellt. Aufmerksam auf Risiken und Chancen und vor allem Mut machte Peter Schmal dem neu gegründeten Verein.

Der Verein hat sich mit dem Vorhaben, ein Deutsches Ingenieurbaukunst Museum zu gründen, ein hohes Ziel gesteckt. Das Museum soll eine Institution werden, die sich für die Förderung der Bewusstseinsbildung und für die Leistungen der Bauingenieure und aller anderen Ingenieur-wissenschaften im Bauwesen, für deren generelle sowie für deren kulturelle und künstlerische Aspekte, in der Öffentlichkeit einsetzt.

Höhepunkt der Auftaktveranstaltung war ein Podiumsgespräch zwischen Jörg Schlaich und Reinhard Hübsch vom SWR über Ingenieurbaukunst. Die Diskussion wurde sehr anregend und ernsthaft geführt und zeigte deutlich auf, dass es noch ein langer Weg zu einem Museum für Ingenieure sein wird. Auch die offene Publikumsdiskussion machte deutlich, dass der Verein sich ein großes, aber von allen Seiten positiv aufgenommenes Ziel gesetzt hat.

Weitere Informationen unter:
http://www.ingenieur-baukunst.de

OT: INGENIEUR BAUKUNST e.V. Berlin