Nach drei sehr erfolgreichen Tagungen in Heringsdorf finden die 21. Hanseatischen Sanierungstage dieses
Jahr wieder weiter westlich, in Rostock-Warnemünde statt.
Vom 11.-13. November erwartet die Teilnehmer in der "Yachthafenresidenz Hohe Düne" eine Vielzahl von Vorträgen
zum Schwerpunktthema "Oberflächentechnologien und Bautenschutz" sowie eine große begleitende Ausstellung von
Produkten, Geräten, Technologien und Fachbüchern.
Bauteiloberflächen sind vielfach Gestaltungselement und zugleich Schutzschicht. Sowohl in ihrer ästhetischen
als auch in ihrer technischen Funktion sind sie von zentraler Bedeutung für das Bauwerk. Der Vielfalt der
Baustoffe entspricht dabei das breite Spektrum der Oberflächentechnologien, das von speziell auf den Untergrund
abgestimmten Anstrich- und Beschichtungssystemen über Putze und Bekleidungen reicht. Soll das Bild historischer
Fassadenoberflächen erhalten werden, muss die unter energetischen Gesichtspunkten erforderliche Dämmung auf die
Innenseite des Bauteils verlegt werden - eine Aufgabe die bauphysikalisch gut durchdacht sein muss.
Die dreitägige Veranstaltung gliedert sich in 9 Sektionen. Nach einführenden Vorträgen u. a. von Prof. Dr. H.
Venzmer zu ausgewählten Oberflächentechnologien des Bautenschutzes und Prof. Dr. R. Oswald zu typischen
Beurteilungsproblemen bei flüssig aufgebrachten Schutzschichten und ist der erste Schwerpunkt dem Thema Dämmung
gewidmet. "Welches ist die richtige Innendämmung" lautet hierzu ein Vortrag von Prof. A. C. Rahn.
Die zwei Sektionen des Freitagvormittags sind dem Thema Holzfassaden gewidmet. Die Bandbreite der Themen reicht
dabei von Erfahrungen mit Nanobeschichtungen auf Holz im Außenbereich (Dipl.-Ing. T. Künniger) bis zur
brandschutztechnischen Ertüchtigung von Holz durch Oberflächenbekleidungen (Dr. K Lißner, Prof. W. Rug).
Nachmittags stehen in zwei weiteren Sektionen Naturstein-, Putz- und Ziegelfassaden auf dem Programm. Unter
anderem erläutert Prof. A. Rohatsch zerstörungsfreie und zerstörungsarme Untersuchungsmethoden zur
Qualitätskontrolle von Restaurierungsmaßnahmen an Bauwerken aus Naturstein. Thema des Vortrages von Prof. Dr. H.
Garrecht sind Merkmale, Möglichkeiten und Grenzen von Feuchteregulierungsputzen.
Weiterhin steht die feierliche Verleihung der Dahlberg-Medaille auf dem Programm, einem
Nachwuchs-Innovationspreis für Arbeiten auf dem Gebiet der Bauwerkserhaltung, der alljährlich vom Beuth Verlag
Berlin, dem Bundesverband Feuchte & Altbausanierung e.V. sowie dem Dahlberg-Institut Wismar ausgelobt wird.
Nutz- und Ziegelfassaden stehen auch am Sonnabend nochmals im Mittelpunkt. Dr. Rudolf Plagge wird hier zum
Beispiel über die Möglichkeit einer adaptiven Hydrophobierung Schlagregen belasteter Ziegelfassaden sprechen
und Frau Dr. C. Körber über Konservierungsmittel in Fassadenbeschichtungen. In der letzten Sektion zum Thema
Oberflächenschutz wird schließlich auch auf den Baustoff Beton eingegangen. Prof. Dr. W. Malorny wird hierzu
die Oberflächenschutzsysteme im Licht neuer technischer Regeln betrachten.
Schlusspunkt der Veranstaltung bildet am Samstagnachmittag eine Fachexkursion nach Güstrow zu einem in der
Sanierung befindlichen denkmalgeschützten Gebäudekomplex.
Das komplette Programm, Tagungsgebühren und Anmeldeformular sind unter www.bufas-ev.de abrufbar.
Veranstalter: Bundesverband Feuchte & Altbausanierung e. V.