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Schülerwettbewerb Junior.ING der Ingenieurkammern gestartet
Deutschland investiert in den kommenden Jahren Milliarden in die Modernisierung seiner Infrastruktur, den Wohnungsbau und die Anpassung an den Klimawandel. Damit diese Vorhaben Wirklichkeit werden, braucht es nicht nur finanzielle Mittel, sondern vor allem gut ausgebildete Ingenieurinnen und Ingenieure. Um junge Menschen frühzeitig für das Bauingenieurwesen zu begeistern, hat die Bundesingenieurkammer gemeinsam mit den Ingenieurkammern der Länder den Schülerwettbewerb Junior.ING bereits 2005 ins Leben gerufen. Der Startschuss für den Wettbewerb des Schuljahres 2026/2027 ist gefallen.

Unter dem Motto „Skywalk – Konstruktion mit Weitblick“ sind Schülerinnen und Schüler allgemein- und berufsbildender Schulen eingeladen, eine Besucherplattform zu entwerfen und als Modell zu bauen. Der Wettbewerb findet in zwei Alterskategorien statt. Die Anmeldung ist bis zum 18. Dezember 2026 möglich.
Zukunft gestalten: mit Kreativität und technischem Verständnis
Der Wettbewerb zählt zu den größten MINT-fördernden Schülerwettbewerben Deutschlands und wurde 2021 in die Liste der von der Kultusministerkonferenz empfohlenen Schülerwettbewerbe aufgenommen. Der Bundesentscheid steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.
Die diesjährige Wettbewerbsaufgabe verbindet Kreativität mit ingenieurwissenschaftlichem Denken: Die Schülerinnen und Schüler entwerfen und bauen als Modell einen Skywalk, eine frei auskragende Besucherplattform. Die Konstruktion muss nicht nur gestalterisch überzeugen, sondern auch einen Belastungstest bestehen und zeigen, wie Kräfte sicher in die Tragkonstruktion eingeleitet werden. So erleben die Teilnehmenden anschaulich, wie Statik, Konstruktion und Materialeinsatz zusammenwirken.
Nachwuchs fördern heißt Zukunft sichern
Die Herausforderungen für das Bauingenieurwesen sind größer denn je. Deutschland muss Tausende Brücken sanieren, Verkehrswege modernisieren, Wohnraum schaffen, Energie- und Wasserversorgung ausbauen sowie Städte und Gemeinden an die Folgen des Klimawandels anpassen. Bauingenieurinnen und Bauingenieure übernehmen dabei eine Schlüsselrolle. Sie entwickeln Lösungen für komplexe technische Fragestellungen und gestalten die gebaute Umwelt nachhaltig, sicher und wirtschaftlich.
Vor diesem Hintergrund gewinnt die frühzeitige MINT-Förderung technischer Talente zunehmend an Bedeutung. Wettbewerbe wie Junior.ING vermitteln nicht nur naturwissenschaftliches und technisches Verständnis, sondern fördern Kreativität, Teamfähigkeit und eigenständiges Problemlösen – Kompetenzen, die in einer innovationsorientierten Gesellschaft unverzichtbar sind.
Aufruf an Schulen und Familien
Die Ingenieurkammern laden insbesondere Lehrerinnen und Lehrer ein, den Wettbewerb im Unterricht, in Projektwochen oder Arbeitsgemeinschaften zu nutzen. Ebenso sind Eltern aufgerufen, ihre Kinder zur Teilnahme zu motivieren und sie bei der Umsetzung ihrer Ideen zu begleiten.
Teilnehmen können Einzelpersonen oder Gruppen mit bis zu fünf Schülerinnen und Schülern in zwei Alterskategorien. Die besten Modelle werden zunächst auf Landesebene ausgezeichnet. Die jeweiligen Landessieger qualifizieren sich für den Bundesentscheid, dessen Preisverleihung am 11. Juni 2027 im Deutschen Technikmuseum in Berlin stattfindet.
Teilnahme
Die Anmeldung erfolgt online bis zum 18. Dezember 2026 über www.junior.ing. Dort finden sich auch die vollständigen Wettbewerbsbedingungen. Weitere Informationen zum Landeswettbewerb Hamburg erhalten Sie hier: https://www.hikb.de/junioring.
Über den Wettbewerb
Zugelassen sind Einzel- und Gruppenarbeiten von Schülerinnen und Schülern allgemein- und berufsbildender Schulen. Ausgeschrieben ist der Wettbewerb in zwei Alterskategorien: Kategorie I bis Klasse 8 sowie Kategorie II ab Klasse 9. In einem ersten Schritt loben die teilnehmenden Ingenieurkammern den Wettbewerb für ihr Bundesland aus. Die Siegerinnen und Sieger des Landeswettbewerbs nehmen dann am Bundesentscheid teil.
Der Bundeswettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Die Kultusministerkonferenz führt Junior.ING in ihrer Liste der empfohlenen und als unterstützenswert eingestuften Wettbewerbe. Seit 2005 unterstützen die Ingenieurkammern mit dem Wettbewerb die MINT-Förderung in Deutschland. So sollen Schülerinnen und Schüler auf spielerische Art und Weise für Naturwissenschaft und Technik begeistert werden. Die Wettbewerbsthemen wechseln jährlich und zeigen die Vielseitigkeit des Bauingenieurberufs. Auf diesem Weg werben die Kammern für das Ingenieurwesen, um damit langfristig dem Fachkräftemangel in den technischen Berufen entgegenzuwirken.