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Hitzewellen in Deutschland: Bundesingenieurkammer gibt praktische Tipps für kühle Wohnungen

Neuer Ratgeber erklärt verständlich, wie Wohngebäude auch an heißen Tagen kühl bleiben, und warum manche vermeintlichen Tipps kaum helfen.

Deutschland erlebt erneut eine Hitzewelle mit Temperaturen von deutlich über 30 Grad. Hinzu kommen immer häufiger Tropennächte, in denen sich Gebäude kaum noch abkühlen. Die Folgen reichen von schlaflosen Nächten bis hin zu erheblichen gesundheitlichen Belastungen insbesondere für ältere Menschen, Kinder und chronisch Erkrankte.

Mit ihrer neuen Broschüre „Kühle Räume trotz Sommerhitze“ zeigt die Bundesingenieurkammer, wie sich Wohnräume auch ohne aufwendige Technik wirksam vor Überhitzung schützen lassen. Der kostenlose Ratgeber bündelt leicht umsetzbare Empfehlungen für den Alltag und erläutert zugleich verständlich die bauphysikalischen Hintergründe.

„Viele Menschen wissen, dass sie Rollläden schließen oder nachts lüften sollten. Weshalb diese Maßnahmen besonders wirksam sind, wird jedoch selten erklärt“, sagt der Initiator der Broschüre, Dipl.-Ing. (FH) Friedhelm Maßong. „Wer die physikalischen Zusammenhänge versteht, kann sein Gebäude deutlich effektiver vor Hitze schützen.“

Die Broschüre unterscheidet sich damit bewusst von klassischen Hitzeratgebern. Statt allgemeiner Verhaltensempfehlungen vermittelt sie Ingenieurwissen in verständlicher Sprache. So erfahren Leserinnen und Leser beispielsweise,
• warum außenliegender Sonnenschutz deutlich wirksamer ist als Vorhänge oder Rollos,
• weshalb Lüften tagsüber häufig das Gegenteil des Gewünschten bewirkt,
• wie Ventilatoren richtig eingesetzt werden,
• welche Kühlgeräte tatsächlich sinnvoll sind und
• weshalb Gebäude Wärme vor allem in Wänden, Decken und Böden speichern.

Der Leitfaden zeigt außerdem, dass sich bereits mit einfachen Maßnahmen erhebliche Verbesserungen erzielen lassen. An erster Stelle steht dabei immer, möglichst wenig Sonnenwärme in das Gebäude gelangen zu lassen. Erst wenn passive Maßnahmen wie Verschattung und richtige Lüftung nicht ausreichen, sollten technische Kühllösungen in Betracht gezogen werden.

„Mit dem Klimawandel wird der sommerliche Wärmeschutz vor allem für den bestehenden Gebäudebestand zu einer dauerhaften Aufgabe“, erklärt Friedhelm Maßong, Vorsitzender des Arbeitskreises Nachhaltigkeit und Energie der Bundesingenieurkammer. „Viele wirksame Maßnahmen kosten wenig oder gar nichts. Entscheidend ist, sie richtig anzuwenden.“

Die Bundesingenieurkammer möchte mit der Broschüre einen Beitrag dazu leisten, die Bevölkerung über wirksamen Hitzeschutz aufzuklären.

Die Broschüre „Kühle Räume trotz Sommerhitze – Ratgeber der Bundesingenieurkammer für wirksamen Hitzeschutz in Wohngebäuden“ kann nachfolgend heruntergeladen werden.

Datei zum Herunterladen: 

PDF icon bingk_broschuere_hitzeschutz.pdf