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Wissenschaftsstandort Hamburg schützen – Etatkürzungen der HCU nicht umsetzen!

Die Hamburgische Ingenieurkammer-Bau (HIK), die Hamburgische Architektenkammer (HAK) und der Bund Deutscher Architektinnen und Architekten BDA kritisieren die vom Senat geplanten Einsparungen bei der HafenCity Universität Hamburg (HCU) mit großer Sorge. Die vorgesehene Einsparung beim Globalbudget insbesondere für das Jahr 2028 führt die Hochschule absehbar in ein dauerhaftes strukturelles Defizit und gefährdet sie als Ganzes. Laut Universität ist bereits jetzt das innovative Bachelor-Studienprogramm „Technische Gebäudeausrüstung mit Digitaler Infrastruktur“ in seiner Existenz bedroht. Auch andere, länger etablierte Studiengänge laufen Gefahr, spürbaren Einschränkungen in Breite, Tiefe und Qualität der Lehre zu unterliegen.

Die HCU ist eine überregional und auch international renommierte Ausbildungsstätte mit Strahlkraft, die in den Bereichen Architektur, Bauingenieurwesen, Stadtplanung, Geodäsie und Geoinformatik sowie Technische Gebäudeausrüstung und für die Stadt als Ganzes von essenzieller Bedeutung ist. Sie kaputtzusparen hätte desaströse Folgen:

Der Wissenschaftsstandort Hamburg insgesamt würde nachhaltig geschwächt.
Die Innovationsfähigkeit der Stadt wäre durch eine derartige Schwächung der HCU ernsthaft gefährdet. Die Forschung und der vernetzte, interdisziplinäre Ansatz der Universität genießen hohes Ansehen in Deutschland und Europa. Dies ist wichtig für die Weiterentwicklung der Stadt, gerade auch angesichts der herausfordernden Gegenwarts- und Zukunftsfragen, wie zum Beispiel kostenreduziertes und nachhaltiges Bauen, Klimaschutz und Klimaresilienz, Digitalisierung und Smart City.
Die zahlreichen renommierten Hamburger Architektur-, Ingenieur- und Stadtplanungsbüros stellen einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar. Wird die HCU durch Einsparungen nachhaltig geschädigt, wird sich der Mangel an gut ausgebildeten Nachwuchskräften in Hamburg weiter verschärfen.
Die Stadt Hamburg erleidet einen großen Imageschaden und wird für junge Menschen mit dem Wunsch nach einer zukunftsweisenden, akademischen Ausbildung weniger attraktiv.

Bei allem Verständnis für eine zunehmend schwierige Haushaltslage der Stadt Hamburg dürfen bei Einsparungen keine falschen Prioritäten gesetzt werden. In der Forschung und Lehre auf so wichtigen Feldern massiv zu kürzen, führt zu negativen Entwicklungen, die die Stadt dauerhaft und schwer schädigen.

Die HIK, die HAK und der BDA fordern deshalb, die geplanten Kürzungen an Globalmitteln für die an der ohnehin schon seit vielen Jahren unterfinanzierten HCU nicht umzusetzen sowie eine langfristige Wissenschafts- und Ausbildungsstrategie für Hamburg festzuschreiben, die eine exzellente Forschung und Ausbildung an der HCU und den Wissenschafts- und Hochschulstandort Hamburg insgesamt sichert.

Aus Sicht der beiden Kammern und des BDA wäre eine Aufstockung der Mittel für die HCU, ein Ausbau des Studienangebots um den wichtigen Bereich Landschaftsarchitektur und eine Erhöhung der Studierendenplätze dringend erforderlich, um die großen Zukunftsaufgaben im Planen und Bauen bewältigen zu können.

Datei zum Herunterladen: 

PDF icon 2026-09-03_pressemitteilung_hak_und_hik_und_bda_zu_kuerzungsplaenen.pdf