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Schülerwettbewerb JUNIOR.ING 2025/2026 Arena – gut überDACHt

Aufgabe
Ihr entwerft und baut ein Modell einer Überdachung für eine halbkreisförmige Zuschauertribüne mit einer davor befindlichen Bühne. Damit alle Teilnehmenden die gleichen Bedingungen haben, ist es wichtig, dass sich alle an die Vorgaben halten. Bei Verstößen kann die Jury ein Modell im schlimmsten Fall vom Wettbewerb ausschließen!

Die Konstruktion soll in der Realität 200 bis 300 Zuschauerinnen und Zuschauern Schutz vor Wind, Regen und Sonne bieten – ohne dabei die Sicht zu versperren. Wie eure Dachkonstruktion genau aussieht, entscheidet ihr! Wichtig ist, dass sie statisch glaubwürdig ist und ihre Funktion erfüllt.
In der Realität würde eine solche Tribüne einen Radius von ungefähr 11 bis 13 Metern und eine Höhe von etwa 3 bis 5 Metern haben.

Im Maßstab 1:80 bedeutet das für euer Modell:
· Radius der Tribüne: 14 – 16 cm
· Höhe der Tribüne: 4 – 6 cm

Die Bühne darf, muss aber nicht überdacht sein. Die Tribüne muss nicht detailliert ausgeführt werden; es genügt, sie als Volumenmodell darzustellen, z. B. unter Verwendung eines Hartschaumblocks oder als Drahtmodell. Das Entscheidende ist die Dachkonstruktion.

Technische Vorgaben
· Das Modell muss auf einer Grundplatte von maximal 40 cm × 40 cm fest montiert sein.
· Es darf die Außenkanten der Platte nicht überragen.
· Die maximale Gesamthöhe des Modells einschließlich eurer Dachkonstruktion (gemessen von der Oberfläche der Grundplatte) beträgt 40 cm.

Baumaterialien und Werkzeug
Als Materialien dürfen verwendet werden: Draht, Holzstäbe (Länge beliebig, rund Durchmesser bis 7 mm, eckig bis 7 mm Breite), Kleber (Klebestifte, Bastelkleber, Leim, Klebefilm, Heißkleber), Kunststoff (Stäbe beliebiger Länge, rund Durchmes-ser bis 7 mm, eckig bis 7 mm Breite, Folie bis 0,2 mm Dicke), Papier (bis 120g/m2), Schnur (bis 7 mm Dicke), Naturtextilien, Stecknadeln, Zahnstocher, Streichhölzer ohne Zündkopf, Alufolie, Schrauben, Nieten, Nägel. Die Bearbeitung soll ohne Elektrowerkzeug erfolgen, mit folgenden Ausnahmen:
1. Verbindung der Tragkonstruktion mit der Grundplatte durch z. B. Bohren und Schrauben ist erlaubt.
2. Heißkleber und Föhn sind generell zulässig.
Farben und Verzierungen sind zugelassen, solange diese nur dekorativ wirken und die Stabilität nicht positiv beeinflussen.

Die Materialliste ist eine Positivliste – was darauf steht, ist erlaubt; alles andere nicht. Um Fragen vorzubeugen: Definitiv nicht erlaubt sind z. B. Beton, Carbon, dickflächige Metalle, Karton und Pappe über der zugelassenen Grammatur, Papp-maché, Holzplatten, Polymorphes Plastik, vorgefertigte Materialien (z. B. aus Bau-sätzen), Epoxidharz, Fräsen, 3D-Druck, CNC-Maschinen, Lötkolben und Kreissäge.

Funktionstest
Ob eure Konstruktion wirklich etwas aushält, prüfen wir in zwei Tests:
1. Traglasttest: Auf das Dach wird ein kleines Gewicht (ein mit Sand gefüllter Beutel mit 250 g) gelegt; das simuliert eine außergewöhnlich große Schneelast.
2. Windbelastungstest: Mit einem Föhn (1000 Watt) wird aus einer Entfernung von 30 cm Luft aus verschiedenen Richtungen auf das Modell geblasen, um Windbelastungen zu simulieren.

Die Bewertung der eingereichten Modelle erfolgt in zwei Alterskategorien. Dabei treten alle Schülerinnen und Schüler bis zur Klassenstufe acht (Alterskategorie I) sowie ab der Klassenstufe neun (Alterskategorie II) gegeneinander an. Um den Altersunterschieden Rechnung zu tragen, kann ein Klassenstufenfaktor berücksichtigt werden. Die Länderkammern und Fachjurys der jeweiligen Landeswettbewerbe und des Bundeswettbewerbs führen für alle eingereichten Modelle eine Vorprüfung durch und bewerten die Modelle anschließend nach den folgenden Kriterien:

Vorprüfung:
· Einhaltung der Abmessungen
· Einhaltung der Material- und Herstellungsvorgaben
· Bestehen des Funktionstests

Bewertungskriterien:
· Qualität der Konstruktion in funktionaler Hinsicht
Wie werden Witterungsschutz, Verschattung und Windschutz gewährleistet?
Werden Sichtbehinderungen vermieden?
· Qualität der Konstruktion in statischer Hinsicht
Ist der Lastabtrag glaubwürdig? Ist die Aussteifung gewährleistet?
Kann man sich vorstellen, die Konstruktion in die Realität zu übertragen?
Ist der Materialeinsatz sinnvoll und sparsam?
· Originalität
Gibt es kreative Besonderheiten, Wiedererkennungs- oder Alleinstellungs-
merkmale?
· Verarbeitungsqualität
Wurde die Konstruktion handwerklich sauber umgesetzt?
Sind die Details und die Anschlüsse überzeugend ausgearbeitet?

Teilnehmende
Zugelassen sind Einzel- oder Gruppenarbeiten von max. 5 Schülerinnen und Schülern allgemein- und berufsbildender Schulen. Ausgeschrieben ist der Wettbewerb in zwei Alterskategorien (AK I: bis Klasse 8, AK II: ab Klasse 9). Die Landessieger der beiden Alterskategorien sind automatisch für den Bundeswettbewerb qualifiziert.

Anmeldung und Abgabe
Eine Anmeldung zum Schülerwettbewerb kann durch die begleitenden Lehrenden oder Erziehungsberechtigten erfolgen sowie durch volljährige Teilnehmende selbst. Sie muss bis zum 19. Dezember 2025 über die Internetplattform www.junior.ing eingegangen sein. Das Wettbewerbsmodell muss zusammen mit dem Abgabeformular am Ort der Veranstaltung (Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, Neuenfelder Str. 19, 21109 Hamburg, S-Bahn Wilhelmsburg) im Frühjahr 2026 (das genaue Datum wird an dieser Stelle rechtzeitig bekannt gegeben). Danach wird die Preisverleihung stattfinden.

Landeswettbewerbe
Die Länderingenieurkammern loben den Landeswettbewerb für ihr Bundesland aus. In Hamburg werden 10 Preise je Alterskategorie verliehen:
1. Preis 250 € und Teilnahme am Bundeswettbewerb,
2. Preis 150 €,
3. Preis 100 €.
Der 4. bis 10. Preis ist mit jeweils 50 € dotiert.

Bundeswettbewerb
Nach Abschluss der Landeswettbewerbe führt die Bundesingenieurkammer den Bundeswettbewerb durch. Hierbei wird sie durch die Länderingenieurkammern unterstützt. Für diesen Wettbewerb sind die Landessieger der beiden Alterskategorien qualifiziert. Für den Bundespreis werden je Alterskategorie folgende Preise vergeben:
1. Preis 500 €
2. Preis 400 €
3. Preis 300 €
Die weiteren Platzierungen erhalten eine Auszeichnung, die mit jeweils 100 Euro dotiert ist.

Die Deutsche Bahn unterstützt den Schülerwettbewerb und lobt einen Sonderpreis aus.

Die Preisverleihung findet am 19. Juni 2026 im Technikmuseum in Berlin statt.

Zum Film zur Bundespreisverleihung vom Juni 2025 geht es hier:
https://vimeo.com/manage/videos/1101535205
https://www.youtube.com/watch?v=r22La9j6VFA

Schirmherrschaft
Der Bundeswettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.
Der Wettbewerb Junior.ING wurde 2021 in die Liste der von der Kultusministerkonferenz empfohlenen Schülerwettbewerbe aufgenommen.

Wichtige Informationen:
Anmeldung über www.junior.ing

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