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Backstein, ein Hamburger Original. Über den richtigen Umgang mit Backsteinfassaden im Bestand und im Neubau
Seminar HAK262.65P
Backsteinfassaden prägen Hamburgs Stadtbild an vielen Stellen, vom Weltkulturerbe Kontorhausviertel und Speicherstadt bis zu den vielen Bauten des Alltags. Im Wohnungsbau sind es die Quartiere aus den 1920er- und 1930er-Jahren, die der Nachkriegsjahrzehnte sowie die vielen Bauten, Siedlungen und Quartiere der folgenden Jahrzehnte und ebenso die zeitgenössische Architektur die weiten Teilen Hamburgs sein Backsteingesicht geben. Ebenso gehören die Backsteinfassaden von Büro- und Gewerbebauten, öffentliche und Kulturbauten sowie Bauten der Infrastruktur und Ingenieurbauwerke zu Hamburgs unverwechselbarem baukulturellen Charakter. Diesen gilt es zu erhalten, zu pflegen, zu modernisieren und in die Zukunft zu führen.
Thema
In die Jahre gekommene Fassaden und Gebäude, die anstehende energetische Ertüchtigung von großen Teilen des Bestands sowie die Verwendung von Backstein im Neubau erfordern von Planer:innen und ausführenden Firmen fundierte Kenntnisse und Kompetenzen im Umgang mit dem Backstein im Bestand und im Neubau sowie eine Sensibilisierung und Wertschätzung für den Backstein und seine baukulturelle wie stadtbildprägende Rolle auf Seiten aller am Bau Beteiligten.
Dieses Seminar vermittelt ein umfangreiches Grundlagenwissen rund das Planen und Bauen mit Backstein. Die Beurteilung von Backsteinfassaden wird praxisnah vermittelt. Innovative Sonderlösungen und neues Wissen wird vorgestellt.
Materialkenntnisse, konstruktive und bauphysikalische Themen rund um Ziegelmauerwerk werden behandelt.
Am zweiten Seminartag können konkrete Fragestellungen von „Ihren“ Fassadenobjekten gemeinsam besprochen und Problemlösungen im Ansatz erarbeitet werden. Praktische Vorführungen zu Fugentechniken, Mauerwerksanierung und Messtechnik ergänzen am Nachmittag des zweiten Seminartags die Theorie.
Inhalt
1. Tag:
• Ziegel: Herstellung, Geschichte …, von Meiler zum Tunnelofen (mit Wasserstoff)
• Ziegel, Backstein, Klinker, Verblender??? Produkte und Beschaffenheit
• Das einschalige Mauerwerk
• Das zweischalige Mauerwerk
• Schlagregensicherheit
• Anamnese, Diagnose, Therapie – die Backsteinfassade bei der „Ärztin“
2. Tag, Theorie:
• Ein schwieriges monolithisches Objekt. Wie gehen wir vor?
• Ein schwieriges zweischaliges Objekt. Wie gehen wir vor?
• Wärmedämmverbundsystemsystem (WDVS) mit Riemchen
• Herausforderungen an den Backstein heute
• Interaktion: Die Teilnehmer bilden Gruppen und „lösen einen Fall“
2. Tag, Workshop:
• Richtig Klinker vermauern
• Richtig verfugen: Standard, Spritzverfugung, Schlämmverfugung, Überschussverfahren mit Rüttelkelle
• Qualitätssicherung und Messverfahren (Karsten, Franke, Wam-Messplatte, Moist)
• Abschlussdiskussion
Hinweise
Am zweiten Seminartag kann ein Auswahl von konkreten Fragestellungen von „Ihren“ Fassadenobjekten gemeinsam besprochen und Problemlösungen im Ansatz erarbeitet werden. Die Teilnehmenden sind gebeten, dafür anschauliches und bewertbares Bildmaterial digital auf einem Datenstick mitzubringen.
Referent(en)
- Joachim Schreiber (beide Tage), Sachverständiger für Mauerwerk, Fassaden und Wärmedämmverbundsysteme, Qualitätssicherer für Backsteinfassaden im Auftrag der IFB Hamburg
- Peter Krüger (Nachmittag Tag 2), Maurermeister, Dwuzet Fassadentechnik GmbH, Hamburg
- Konstanze Kroll (Nachmittag Tag 2, Thema Messtechnik), Mitarbeiterin im Technischen Büro Joachim Schreiber, Tangstedt, Schwerpunkt zerstörungsarme Messverfahren
Termin
Montag, 28. September 2026
9.30 bis 17.00 Uhr
und
Dienstag, 29. September 2026
9.30 bis 17.00 Uhr
Veranstalter
Hamburgische Architektenkammer, Hamburgische Ingenieurkammer-Bau
Veranstaltungsort
1. Tag:
Hamburgische Architektenkammer
Grindelhof 40
20146 Hamburg
und
2. Tag:
Betriebsgelände der Firma
Dwuzet Fassadentechnik GmbH
Bredowstr. 10
22113 Hamburg
Zur Anmeldung nutzen Sie bitte diesen Link
Teilnehmergebühr
Mitglieder: 320.00 €
Gäste: 410.00 €